Qualitätssteigerung in der Orthopädie durch IT-gestützte Planung und digitales Bildmanagement

Die Orthopädie befindet sich seit einiger Zeit im Wandel. Hat der Facharzt vor wenigen Jahren seine Operationen und Implantate noch mit Schablonen auf dem Röntgenfilm geplant, hält auch hier vermehrt die digitale Technologie Einzug. Das führt zu einem kompletten Paradigmenwechsel, gewohnte Arbeitsabläufe werden umgestellt. Dadurch vereinfacht sich nicht nur die Arbeit des Orthopäden, auch die Behandlungsqualität für den Patienten steigt – von der Planung über die Intervention bis zur Nachsorge.

Effektive Befundung durch IT-Unterstützung

Orthopäden nutzen für die Diagnostik Röntgenaufnahmen verschiedener Modalitäten. In die OP-Planung werden nicht selten auch Bilder von zuweisenden Kollegen auf CD oder eingescannte konventionelle Aufnahmen einbezogen. Für einen reibungslosen Workflow ist es unumgänglich, dass alle diese Aufnahmen im PACS verfügbar sind. Durch die zusätzliche Anbindung an Krankenhaus-Informationssystem (KIS) oder die Praxis-EDV können alle benötigten Patientendaten schnell aufgerufen werden.

Auch bei der Befundung erleichtert die Software dem Orthopäden die Arbeit erheblich. So werden Routine-Arbeitsschritte durch hoch spezialisierte Hanging-Protokolle automatisiert. In deren Programmierung ist das Wissen erfahrener Befunder eingeflossen. Die Hanging-Protokolle können jedoch jederzeit den individuellen Arbeitsgewohnheiten eines Arztes angepasst werden. Durch den Einsatz wird eine schnelle und effiziente Befundung gewährleistet. Damit sich der Arzt in seiner Befundungsumgebung „wohl fühlt“, lässt sich die Arbeitsoberfläche außerdem individuell anpassen.

Computergestützte OP-Planung

Für die konsequente Umsetzung eines digitalen Bildworkflows ist es unerlässlich, die Bilder auch an allen Stellen des Krankenhauses bedarfsgerecht aufbereitet digital zur Verfügung zu stellen. Selbstverständlich auch für die OP-Planung. JiveX möchte den Orthopäden in der präoperativen Planung möglichst optimal in seiner Tätigkeit unterstützen. Hier erleichtert ihm eine spezielle integrierte Software die Arbeit. Diese enthält neben anderen verschiedene digitale Schablonen und orthopädische Messfunktionen.

Die so komplett geplante OP kann mit allen Anmerkungen abgespeichert und jederzeit wieder aufgerufen und angepasst werden. Für die anschließende Tätigkeit im Operationssaal kann sich der Orthopäde dann eine Auswahl von Bildern zusammenstellen und in einem eigenen Ordner abspeichern. Dasselbe gilt für die präoperative Visite. Die so zusammengestellten Bilder werden dann intraoperativ genauso dargestellt wie der Arzt dies präoperativ festgelegt hat. Selbstverständlich hat er zusätzlich auch Zugriff auf alle anderen Untersuchungen im PACS falls dieintraoperative Situation es erforderlich macht hierauf zurückzugreifen.

Bildmanagement im OP

Im orthopädischen OP werden in der Regel Bilder von verschiedenen Quellen aufgenommen: Endoskopien oder Sonographien, Aufnahmen von Röntgengeräten und C-Bögen oder Videos von OP-Kameras, teilweise auch mit Ton. Alle diese unterschiedlichen Aufnahmen können selektiv oder komplett in das PACS integriert werden und stehen ab diesem Zeitpunkt klinikweit zur Verfügung.

Zur postoperativen Bildverarbeitung bietet JiveX den Ärzten einen integrierten Videoschnittarbeitsplatz mit Exportfunktionen. Hier können problemlos Video-DVDs erzeugt werden. Für die weitergehende Bearbeitung besteht die Möglichkeit, die nativen Videosequenzen an nachgeschaltete, spezialisierte Videobearbeitungsprogramme zu übergeben. Auf diese Weise stehen dem Anwender alle Optionen offen. Selbst umfangreiche Archive zum Einsatz in der Lehre oder für Publikationen können so in den Arbeitsablauf integriert erstellt werden.

Flexible Archivierung und Bildverteilung

Die Archivierung der Bilder und Befunde erfolgt flexibel, ganz den individuellen Kundenbedürfnissen angepasst. Sobald sie im PACS gespeichert wurden, stehen beide allen autorisierten Nutzern klinikweit zur Verfügung. Das erleichtert die interdisziplinäre Kommunikation und gewährleistet eine optimale Patientenversorgung.

Auch postoperative Kontrollen sind kein Problem mehr, da die intraoperativ erstellten Aufnahmen dem befundenen Orthopäden oder Radiologen durch das PACS zur Verfügung stehen. Damit ist eine wichtige Voraussetzung für sicher beurteilbare postoperative Kontrollen geschaffen.